…für Buchungen als Fotografin ist meiner Meinung nach:
Sichtbarkeit
Wenn keiner von dir weiß, dich kennt oder weiß, was du machst, kann dich auch keiner buchen. Im ersten Schritt muss man also extrem sichtbar werden und im zweiten Schritt im Kopf bleiben. Am besten auch spezifisch… also „Die Nadine macht richtig tolle Pferdeportraits“ oder „Du musst Miriam buchen, wenn du heiratest, ihre Hochzeitsbilder sind so toll!“ oder „Simone ist die beste für professionelle Branding Headshots!“.
Das muss den Menschen in deiner Umgebung wie aus der Pistole geschossen aus dem Mund kommen, sobald jemand sagt: „Ich / eine Freundin / eine Arbeitskollegin heiratet und wir suchen noch…“ zack!
Das funktioniert, aber natürlich nur, wenn die Menschen wissen, dass du Fotografin bist!
Und genauso auch online – auch hier muss man sichtbar genug sein, sodass einen die Menschen auch finden können. Ohne Website mit einem reinen Instagram Account der alle paar Wochen ein neues Bild bekommt, ist das einfach schwierig.
(Übrigens ist das ja eh die Sache… wenn man sich an den „Großen“ orientiert und sagt: „Jose Villa oder KT Merry posten auch nicht jeden Tag!“ – ja natürlich nicht; die haben aber auch 100 Jahre Vorsprung zu jedem, der in den letzten Jahren erst angefangen hat und über 400.000 Follower, die müssen einfach nicht mehr aktiv sichtbar sein, weil sie jeder kennt und die Mund-zu-Mund Propaganda ausgezeichnet funktioniert!)
Sichtbarkeit bedeutet jeden Tag aktiv online und ggf. auch offline präsent zu sein, sich zu zeigen und und den Menschen wieder und wieder in Erinnerung zu rufen: Ich bin Fotografin in diesem speziellen Gebiet!
(P.S.: Deshalb sind eigene Branding Fotos auch so wichtig und wieso man sich selbst auch immer wieder auf seinem Account präsentieren sollte!)

Dein Schaufenster
Eine Freundin hat das letztens ganz treffend formuliert… sie meinte nämlich deine Online Präsenz ist wie ein Schaufenster.
Du hast in der Hand WO das Schaufenster steht: Im abgelegenen Industriegebiet oder in einer belebten Fußgängerzone?
Und du hast ebenso die Auslage in der Hand: Ist sie einladend und möchten die Menschen mehr erfahren und kommen hinein oder wird sie nur im Vorbeigehen mal kurz eines schnellen Blickes gewürdigt?
Was kannst du also tun, damit dein Schaufenster sichtbar wird und viel Laufkundschaft anlockt und von deinem Angebot überzeugt?
Das Momentum
Präsenz zeigen ist das A und O und hier kannst du dir das sogenannte Momentum nutzbar machen. Denn je mehr du dich präsentierst und zeigst, desto einfacher wird es dir fallen, desto mehr Dinge wird es geben, die du präsentieren und zeigen kannst.
Lässt du einmal davon ab und tauchst unter, ist es wieder sehr schwer das gleiche Momentum zu generieren und den Ball wieder zum Laufen zu bringen. So bleibst du mit deinem Schaufenster in der Fußgängerzone: Die Lichter sollten einfach immer an sein und man sollte immer wieder über dich stolpern.
Dein Branding
Dein Branding verhilft dir dann zur schön gestalteten Auslage. Zeigst du auch wirklich nur die besten Bilder? Sind Farben, Schriftarten, dein Logo stimmig und passen zu deiner Arbeit? Sind deine Texte einladend und hilfreich?
Und am wichtigsten: Kommunizier deine Angebote!
Wie du vielleicht weißt habe ich als Kind in Filmen mitgespielt und war dann in einer Theatergruppe auch sehr aktiv. Natürlich habe ich dafür auch Schauspielunterricht genommen. Einmal auch sehr intensiv privat bei einer Schauspielerin.
Diese hat dann irgendwann aufgehört und sich als Krankenschwester weitergebildet. Jetzt fängt sie wieder an Schauspielkurse zu geben und schrieb mich an, dass sie mein Profil ganz toll findet und ob ich noch Interesse in der Richtung hätte.
Ich meinte: Ja tatsächlich würde ich gerne wieder mehr in der Richtung etwas tun!
Die Antwort darauf: „Na dann weißt du ja, was du machen kannst.“
Ähh… nein? Weiß ich nicht – was will mir der Dichter damit sagen?
Aus Kundensicht war das sehr ungünstig und viel zu schwammig. Da hat man schon jemanden vor sich, der tatsächlich Interesse bekundet wieder Schauspielunterricht zu nehmen und dann kommuniziert man sein Angebot nicht mal?
Wäre die Antwort: „Klasse, du ich geb von Juli an jede Woche Dienstag von 18-21 Uhr einen offenen Kurs. Der kostet monatlich 210€ und am Ende eines Quartals stellen wir ein Stück auf die Beine.“ dann wäre das doch ein super Angebot für mich, bei dem ich ggf. auch direkt zugeschlagen hätte.
Auf ein „Du weißt ja, was du machen kannst…“ muss ich als Kunde doch wieder viel zu viel Gehirn- und Transferleistung und sonstwas übernehmen. Es ist heiß, darauf hab ich grad gar keine Lust.
Zusammengefasst…
Wenn du gebucht werden willst, musst du:
- sichtbar sein
- und das auch konstant und nicht immer mal wieder von der Bildfläche verschwinden
- das Momentum halten, damit es einfacher ist
- dein Branding rund machen
- einladend sein
- dich selbst präsentieren
- deine Angebote offen & selbstbewusst kommunizieren in dem Wissen, dass Menschen wirklich echtes Interesse daran haben und sie auch hören wollen!




