Gerade als Künstler – und ja, das sind wir Fotografen – ist unser Kopf meistens all over the place und wir springen von einer Aufgabe zur nächsten ohne großen Fokus. Okay, vielleicht bin das nur ich. Aber gleichzeitig liebe ich auch Prozesse und wenn alles Hand und Fuß hat und die Kunden vor allem immer die gleiche Experience erhalten und nichts vergessen wird.
Deswegen ist es super wichtig sich einmal hinzusetzen und zu schauen, wie die Prozesse im eigenen Business so aufgestellt sind. Hat man sich das nämlich mal genauer angeschaut und für sich definiert, kann man dann den 2. Teil in Angriff nehmen: Automation!
Klar, am Anfang, wenn man vielleicht noch nicht viele Aufträge hat, dann lässt sich alles irgendwie ad hoc regeln. Mal hier einen Instagram Beitrag posten, einen Blogbeitrag schreiben oder die Kunden an Termine erinnern.
Das geht alles… aber ist das wirklich sinnvoll? Manche Dinge sind einfach Zeitfresser und wir wissen ja alle, dass Zeit ein kostbares Gut ist, was uns immer irgendwie fehlt.
Gerade am Anfang, wenn man noch keinen vollen Terminkalender hat, kann man sich Gedanken machen, wie man sein Business und sein Marketing automatisieren will.
Ohne Witz – ich bin da ein Riesenfan von! So gut wie alles in meinen Abläufen ist automatisiert. Da stehen Prozesse hinter, die immer gleich ablaufen – warum?
Weil auch das macht bspw. eine gute Customer Experience aus: Wenn Kunde A genau das gleiche erhält wie Kunde B. Und nicht zwischendrin mal was vergessen oder 3 Tage zu spät abgeschickt wird.
Ein Beispiel wollte ich dir einfach mal mitbringen und zwar für den Zeitfresser schlechthin: Social Media.

Automation mit Later
Klar, Instagram ist DER Social Media Kanal für Fotografen und der will entsprecht bespaßt werden. Es bringt (mir) aber tatsächlich keinen nennenswerten Mehrwert das in Echtzeit zu tun.
Stattdessen nutze ich dafür „Later“ (dies ist ein Affiliate Link, wir beide bekommen so 10 weitere Beiträge im Monat). Ich liebe Later, denn selbst mit der kostenlosen Variante bekommt man einfach so viel!
Man hat 10 kostenlose Beiträge, die man automatisch von Later teilen lassen kann. Ich habe mich dafür entschieden in der Woche 3 Beiträge zu posten: Jeweils einen für den aktuellen Blogbeitrag (den ich teilweise manuell mache) und zwei weitere – immer mit einem oder zwei Tagen Abstand dazwischen.
Later bietet mir hier eine Mediathek, in der ich alle meine Bilder hochladen kann. Hier wird mir auch angezeigt, wie oft ich ein bestimmtes Bild schon gepostet habe. Außerdem kann ich Schlagworte vergeben – das ist praktisch für Silvester, Weihnachten, Valentinstag etc. wenn man da immer etwas bestimmtes posten möchte.
Dann habe ich die Möglichkeit meine Bilder im Grid direkt zu sehen und anzuordnen, sodass alles einfach stimmig aussieht. Ich wechsel dann meist in die Monatsansicht, um genau den Überblick zu haben wann die Beitrage veröffentlicht werden.
Auch hier bietet Later die Möglichkeit Zeitslots festzulegen, sodass man da auch nichts mehr anpassen muss – alleine das Anlegen im Grid reicht aus, dass die Daten und Uhrzeiten mit den Zeitslots übereinstimmen!
Natürlich wähle ich das automatische Posten aus – man kann sich auch von Later erinnern lassen, aber selbst darauf hab ich keine Lust. Ich schreibe dann einfach die 8-10 Beiträge vor und gleiche die Texte mit meinem Kalender ab.
Jetzt kommt der Clou: Later hat auch eine Text-Bibliothek in der man Text-Bausteine hinterlegen kann. Hier habe ich verschiedene Hashtag-Sets hinterlegt oder bspw. auch die Credit-Listen von Styled Shoots.
In 1-2 Stunden ist so ein ganzer Monat mit Instagram Beiträgen vorgeplant und ich muss mich darum einfach nicht mehr kümmern – perfekt!
Jede Woche erscheint bei mir ein Blogbeitrag; entweder auf dem Blog von Miriam Kaulbarsch Fotografie oder bei Miriam Kaulbarsch Education. Sobald ein Beitrag online geht, habe ich mir in Trello (Affiliate Link) eine Checkliste angelegt, wo ich den Beitrag überall teilen will. Diese hake ich ganz einfach ab und auch das kostet mich maximal 30-45 Minuten in der Woche.
Fazit: Automationen sind genial
Nimm dir einmal eine ruhige Minute und schau dir ganz genau an, wo du noch manuell Hand anlegst und was ggf. automatisiert werden kann – oder wo du dir Checklisten anlegen kannst für Prozesse, die immer gleich ablaufen, sodass du auch nichts vergisst.
Du wirst erstaunt sein, wie viel es da gibt und was für Zeit du dir einsparen kannst. Stattdessen kannst du dich mehr um dich selbst oder deine Familie kümmern und bist kein Sklave deines Businesses mehr!




