Kauft man sich seine erste Spiegelreflex oder Spiegellose Kamera ist entweder ein sogenanntes Kit-Objektiv mit dabei oder gar keins. Ein Kit-Objektiv ist meist sehr sehr günstig und wenn wir ehrlich sind: nicht besonders gut. Das heißt es ist laut, nicht besonders lichtstark, langsam und das Glas ist einfach nicht so dolle geschliffen.
Daher ist die erste Frage von Einsteigern oft: Was für ein Objektiv sollte ich mir holen?
Meine Antwort ist dabei immer ganz klar: Hol dir ein 50mm Objektiv; meinetwegen auch das günstigste, was es für deine Kamera gibt.
Mit einem Nifty-Fifty, wie es so schön heißt, kannst du in die wundervolle Welt der Fotografie einsteigen!
Warum das 50mm?
Es gibt diverse Gründe, warum ich finde, dass es das beste Einsteiger Objektiv ist:
- Es ist eine Festbrennweite, das bedeutet, dass du nicht zoomen kannst, sondern dich selbst bewegen musst
- Es ist klein und leicht
- Es ist lichtstark (die meisten Festbrennweiten können besser mit wenig Licht umgehen)
- Es hat ein schönes Bokeh bei offener Blende
Du kannst hier direkt lernen, was es bedeutet, wenn du mit offener Blende (also die kleinste Zahl) vs. hoher Blende (also eine große Zahl) fotografierst. Außerdem kannst du dich so besser mit dem magischen Dreieck der Fotografie beschäftigen und lernst schneller den manuellen Modus kennen.
Meine Anfänge
Aus Spaß habe ich mal in meinem Archiv gewühlt und die ersten Bilder herausgesucht, die ich mit dem 50mm erstellt habe:




Man war ich stolz, als ich den verschwommenen Hintergrund sah und der Fokus richtig saß! Wie man sieht, war es auch tatsächlich im Frühling soweit und das ist nun fast 15 Jahre her – verrückt!
Also: für den Einstieg und auch für Hochzeiten ist ein 50mm Objektiv die richtige Wahl. Ich liebe meins immer noch und nutze es zu 90%!
